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Die Abteilung Judo des PSV Erfurt und ihre Wurzeln



Kurze Zeit nach der Bildung des SV Dynamo am 27.03.1953 wurde die SG Dynamo Erfurt mit mehreren Substrukturen (z.B. Dynamo Erfurt-Mitte und Dynamo Erfurt-Süd) gegründet. Sie ist der direkte Vorgänger des heutigen Polizeisportverbandes Erfurt e.V. und diente zahlreichen Mitgliedern der früheren bewaffneten Organe der DDR außerhalb der NVA als Sportverein, stand aber stets auch anderen Interessierten offen. Eine der Hauptaufgaben der Sportgemeinschaft bestand in der Heranführung von Kindern und Jugendlichen an eine regelmäßige sportliche Betätigung im Verein. Daran hat sich auch nach dem politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Kurswechsel im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands und der Umbenennung in Polizeisportverein (ab 1998 Polizeisportverband) Erfurt e.V. bis heute nichts geändert.
Von Anfang an war die Sektion Judo eine der Säulen der SG Dynamo Erfurt-Mitte. Sie sollte sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte als Trainingszentrum bzw. Bezirks-Trainingszentrum zu einer der ersten Adressen im DDR-Judo auf Vereinsebene entwickeln.
Unsere älteren Trainer haben alle in der ehemaligen Trainingsstätte auf dem Petersberg ihre sportlichen Wurzeln bzw. waren dem Verein lange Zeit sportlich verbunden: So begannen Frank Klöpfel, Jura Scholz und Henning Wünsche 1973 in der SG Dynamo Erfurt mit dem Judosport. Zwei von ihnen wurden auf Grund ihrer hervorragenden sportlichen Leistungen an die KJS nach Berlin delegiert und konnten im Kinder- und Jugendbereich bei DDR-Meisterschaften und -Spartakiaden mehrere Titel und Medaillen gewinnen. Ebenfalls zwei machten als Sportlehrer/ Trainer Judo später zu ihrem Beruf. Alle drei eint, dass sie auf dem Erfurter Petersberg das spezifische Rüstzeug erhielten, das nach wie vor eine der Grundlagen für ihre erfolgreiche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen darstellt.

Infolge der Neustrukturierung des Petersbergs mussten wir im Jahr 2000, nach über 40 Jahren, schweren Herzens unsere Trainingsstätte über dem Zentrum der Stadt räumen und in das Wohngebiet Rieth umsiedeln. Hier haben wir seitdem unser Dojo in den Räumen eines ehemaligen Fitness-Studios in der Essener Straße am Rieth-Sportplatz. Auch wenn wir aufgrund diverser finanzieller Kürzungen keinen hauptamtlichen Trainer mehr haben, hat sich an der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen kaum etwas geändert. Regelmäßige Fortbildungen sowohl unserer erfahrenen als auch der jugendlichen Trainer, Übungsleiter und Kampfrichter durch den Thüringer Judoverband stellen sicher, dass der Judonachwuchs auch stets nach den neuesten Erkenntnissen entwickelt wird. Die Ergebnisse der letzten Jahre unterstreichen dies eindrucksvoll.

 



Training der TG Scholz 1999 in und Josefine Vostry, Fünfte der Junioren-WM 2004, vor unserer ehemaligen Trainingsstätte auf dem Petersberg

Das Dynamo-Team 1977 beim V. Internationalen Judoturnier der SG Dynamo Erfurt-Mitte in der Thüringenhalle, u.a. mit dem heutigen Trainer H. Wünsche (s. "Bildergalerie")
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